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Rückblick März 2025

Im Monatsrückblick schreibe ich frisch von der Leber was mich in diesem Monat beschäftigt

Erizer Skilift – das liegt mir am Herzen

Mehrere Medienberichte lassen aufhorchen! Im Eriz soll ein Skilift zurückgebaut werden, der vor 10 Jahren! saniert wurde, wohlverstanden mit Bewilligung. Das BAFU sieht jedoch nach so langer Zeit ein Verstoss der Sanierung und legt Beschwerde ein. Der Bau in einer geschützten Moorlandschaft sei illegal. Im Eriz ist man sich dem Schatz den es trägt sehr wohl bewusst und dem entsprechend wurden bei der Sanierung 2015 auch Spezialisten zugezogen, diese befanden, der Umbau mit kleinen Erneuerungen sei verantwortlich. Das BAFU wäre schon damals informiert gewesen befand es aber wohl nicht als Priorität sich ein Augenschein zu nehmen. Wenn man alles das liest scheint es ein schlechter Witz zu sein. Einmal mehr frage ich mich was bezwecken Menschen etwas zu tun und zu fordern, dass niemandem einen Nutzen bringt. Innovation wird zu Nichte gemacht. Existenzen vernichtet. Und sorry ich sehe mit solchen Aktionen den Nutzen der die Natur schützen sollte, überhaupt nicht. Aber eben Gesetz ist Gesetz, da muss die Vernunft, bitte sehr, hintenanstehen.

 

Meine Gedanken dazu. Entvölkert solche Gebiete, lasst die Einwohner solcher Orte in die Stadt ziehen und schützt diese landschaftlichen Juwelen in dem ein allgemeines Verbot für Menschen gilt. Auch für Naturwissenschaftler, auch für Erholung suchende Städter und ganz bestimmt für Beamte. Kein Mensch darf es je wieder betreten. Wäre ja interessant wie sich das Gebiet entwickeln würde. Der Natur wäre es egal und wir hätten keine Ahnung, denn ein Augenschein wäre verboten.

 

Ich erzähle nun meine Geschichte des Skigebiets und der Moorlandschaft Eriz in Mundart:

1971 ha ig z Liecht vor Welt erblickt. Bi wohlbehüetet ufgwachse, um mi ume einzigartigi Flach- u Hochmoor. Sit ig mi cha erinnere gits z Schiigebiet grad vis a vi. 1974 isch dr Lift eröffnet worde (z Erdemönschli het ja bis öppe zum 4. Lebensjahr keni bewusste Erinnerige). Dert ha ig glehrt Schiifahre, dert sie mir Lüt vo andere Orte begegnet. Ja ig ma mi no erinnere, dass d Schwost u ig als Teenager öppe die mal hei dr Feldstecher gno, obs sichs lohnt ga z schiine. Mit däm Fernglas hei mir grad knapp chönne luege ob mir Öpper (interessanti Buebe zum Biespiel) kenne, hei mir ömu gmeint. Viel schöni Schiifahrte mit Koleg*inne hets gä. D Piste si den zumal schono lärer gsi als hüt, äs isch als chli gmüetlicher gsi u mir si ä grosse Teil mit astah beschäftiget gsi.

Aber nid nume dr Schilift het mich prägt o z Rotmoos, eis vo de gröschte Hochmoor Europas. Mir Chind hei dert viel Zyt verbracht u was es alles het gä z entecke, ungloublich! Für mi isches die Welt gsi wo dr J. R. R. Tolkien i sine Gschichte beschribt. Ig hoffe schwer, dass sich d Elementarwese viellicht ou chli für d Mönsche im Eriz isetze.

Es isch würklich ä unbeschrieblech schöni Gegend u ig bi unendlich dankbar so ämä Ort mini Chindheit dörfe verbracht zha.

 

Ja und ich glaube kaum, dass die Gegend wirklich im Auge der Menschheit schöner wäre, wenn alles zum Schutz weggelassen würde. Wir möchten sie alle so haben, wie wir sie kennen und jeder für sich wie er es möchte. Aus der Ferne noch schwieriger und doch sind die Forderungen oft am höchsten. Urbane Menschen wissen besser, wie mit der Umwelt umgehen. In den Städten gibt es mittlerweile die besseren Gemüsebauern und Imker die Dank Flachdächern der Natur einen Lebensraum bieten. Nun meine Ansicht ist eine Andere und die Moore verschwinden nicht durch Nutzung, wie im Eriz wo trotz alledem schonend und nicht mit Panzerähnlichem Geschütz aufgefahren wird. Der Klimawandel setzt den Mooren zu, wie ja auch den Gletschern, die schwinden ja auch nicht, weil wir sie nutzen, sondern weil sich das Klima für sie zu Ungunsten wandelt. Wie die Welt ohne Menschheit aussehen würde wissen wir nicht, ihr wäre es wie schon gesagt egal aber auf den Kleinen herumtrampeln wird unsere Vorstellung, wie die Mutter Erde sein sollte nicht zum Ziel bringen. Die grossen Probleme anpacken wäre Sinnvoller aber eben auch mühsamer und oft kaum möglich. Denn hinter grossen Problemen stecken einflussreiche Menschen und dort zählt definitiv nur das Geld.

 

Mehr Infos zum Streit des Skigebiet Eriz auf meiner Startseite

 

Frau Viola Amherd tritt als Bundesrätin ab

Grund Merci zu sagen, denn sie hat ihre Aufgabe gut gelöst.

 

Ohne grosses Woke- und Gender- Gehabe, hat sie den Frauen Würde verliehen. In einem Departement, dass bis zum Ukraine-Krieg, in der Meinung sehr Testosteron und rechts gesteuert war. Anfang 2019 übernahm sie, nach dem sie im Dezember 18 zur Bundesrätin gewählt wurde, als erste Frau das VBS. Es gab viel Arbeit, denn ihre Vorgänger liessen viel aus und es bewegte sich wenig. Sicher auch aus dem Grund, dass es von Links nach wie vor den Anschein machte, es brauche kein Militär. Sie packte die Missstände und Missbräuche im Frauensport an und begann aufzuräumen. Ihr Engagement für die Frauen fand ich sehr wohltuend. Besser Taten als das ewige Opfergejammer anderer Politikerinnen. Ihre Bodenständigkeit tat gut.

 

Frau Amherd sei mit ihrer Sicherheitspolitik gescheitert, hiess es. Sorry aber schwieriger konnte sie es kaum haben. Lange Zeit galt das VBS als Nebenschauplatz, Geld wollte niemand investieren und da nützten auch keine SVP Männer an der Spitze. Fehler wurden jedoch vielleicht genau aus dem Grund gemacht. Frau Amherd konnte nur aufräumen. Grundlegend hat sich dann die Einstellung beim Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine gewandelt. Plötzlich scheinen Pazifisten aufrüsten zu wollen, Waffen liefern an die Ukraine, kein Tabu. Während die ganz Rechten dies verhindern wollen, weil es wegen unserer Neutralität untersagt sei. Ausgerechnet die Seite, die lange keine Skrupel hatte Waffen nach Saudi-Arabien zu verkaufen, wo jeder wusste, dass sie diese gegen Jemen einsetzten.

 

Nicht vergessen werde ich das Bild vom Bürgenstock, wo Frau Amherd keck aus der Reihe der höchsten Weltpolitiker schaut…

 

…Darum herzlichen Dank Frau Amherd für Ihr wohltuendes, bodenständiges, herzliches, humorvolles und immer würdiges Engagement. Ich wünsche Ihnen alles Gute, ich werde Sie vermissen.

 

 

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